Arbeitsunfähigkeitsversicherungen im Vergleich

Eine Absicherung ist besser als gar keine.

Immer nur schuften

Auch der Mensch kann einen Totalschaden erleiden, der irreparabel ist.

Irgendwann krank sein

Wie soll man seine Ausgaben decken, wenn auf einmal das Einkommen wegen einer Krankheit oder eines Unfalls wegbricht?

Einkommen absichern

Wer eine Versicherung hat, kann eine monatliche Rente oder Einmalzahlung beziehen.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Schutz vor finanziellem Ruin?

Die meisten jungen Menschen oder Angestellte in Berufen, die keine körperlichen Arbeiten erfordern, denken nicht darüber nach, was wäre, wenn sie nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten könnten. Doch eine Arbeitsunfähigkeit ist nicht nur körperlich schweren oder gefährlichen Berufen vorbehalten, jeder andere kann schnell in eine Berufsunfähigkeit geraten. Die häufigsten Gründe, warum Arbeitnehmer plötzlich und auch in jungen Jahren nicht mehr ihrem erlernten oder auch sonst einem anderen Beruf nachgehen können, sind schwere Krankheiten, Wirbelsäulenerkrankungen oder auch Unfälle in der Freizeit. Daher ist es für alle wichtig, sich abzusichern, damit der Lebensstandard, der vor der Arbeitsunfähigkeit bestanden hat, weitergeführt werden kann.

Welche Versicherung ist bei einer Arbeitsunfähigkeit sinnvoll?

Neben der Berufsunfähigkeitsversicherung, die alle Gründe, aus denen ein Arbeitnehmer arbeits- und berufsunfähig werden könnte, umfasst, gibt es weitere Versicherungen. Diese sind auf die versicherten Gründe reduziert, treten nur ein, wenn der versicherte Grund, ein Unfall, eine Krebskrankheit oder ein Herzinfarkt aufgetreten ist. So ist es wichtig, sich vor dem Abschluss einer Versicherung zu informieren, wie gut man nach einer schweren Operation, einem Unfall oder einem Leiden des Bewegungsapparats versichert ist. Denn gerade die Versicherungen, die nicht umfangreich versichern, sind auf spezielle Krankheiten oder Unfälle ausgerichtet.

  • werden einzelne Krankheiten versichert, wird im Falle einer anderen eintretenden Erkrankung nicht gezahlt
  • werden Unfälle versichert, sind hieraus resultierende Folgekrankheiten versichert
  • bei allen Versicherungen muss eine Gesundheitsprüfung durchgeführt werden
  • besteht ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt, kann dieses nicht versichert werden
  • eine Krebserkrankung oder eine Versicherung gegen einen Unfall hingegen schon

Folgende Versicherungen können im Falle einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit eintreten:

Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine alles umfassende Berufsunfähigkeitsversicherung ist die beste Lösung. Denn diese sichert immer dann zuverlässig ab, wenn der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Hierbei ist unerheblich, ob ein anderer Beruf in Frage käme. Kann ein Arbeitnehmer aufgrund von Krankheit oder Unfall nicht mehr in seinem erlernten Beruf arbeiten, zahlt die Versicherung die vorher vereinbarten monatlichen Beträge. Für die spätere Rente ist durch den Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung gesorgt, denn die Beiträge zur Rentenkasse werden hier ebenfalls von der Versicherung übernommen. Aber nicht immer ist es möglich, die Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, weil die Beitragszahlungen zu hoch ausfallen oder gesundheitliche Gründe bereits bei Abschlusswunsch im Wege stehen. Doch es gibt Alternativen, die jedoch nicht als vollwertig anzusehen sind.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Wie der Name dieser Versicherung sagt, tritt diese ein, wenn der Arbeitnehmer erwerbsunfähig wird. Das heißt, er kann weder seinen eigenen Beruf noch eine andere, leichtere Tätigkeit ausüben. Nur in einem solchen Fall, wenn gar kein Arbeiten mehr möglich ist, tritt die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ein. Sollte ein Arbeitnehmer berufsunfähig sein, weil er bisher als Maurer gearbeitet hat, nun die schwere körperliche Arbeit aber nicht mehr ausüben kann, ihm ein Job als Hausmeister noch zuzumuten wäre, handelt es sich hierbei nicht um eine Erwerbsunfähigkeit, sondern um eine Berufsunfähigkeit. Der Arbeitnehmer ist in einem solchen Fall gezwungen, eine andere Arbeit zum Bestreiten seines Lebensunterhalts anzunehmen.

Schwere-Krankheiten-Versicherung

Bei der Schwere-Krankheiten-Versicherung, die auch Dread-Desease-Versicherung genannt wird, schützt sich ein Arbeitnehmer vor den finanziellen Folgen, die durch eine schwere Krankheit entstehen können. Hierbei werden vor allem Operationskosten übernommen. Allerdings ist es bei dieser Versicherung so, dass vorab eine bestimmte Krankheit, ein Schlaganfall, Herzinfarkt oder eine Krebserkrankung abgesichert wurde. Der Nachteil ist jedoch, dass wenn eine Lungenkrebserkrankung versichert wurde, der Versicherte jedoch an einer anderen Krebsart, zum Beispiel Knochenkrebs erkrankt, die Versicherung nicht zahlt. Gezahlt wird eine einmalige Summe, die dem Betroffenen dann zur Verfügung steht, wie für Umbaumaßnahmen. Die Summe kann als monatliche Rente für die nächsten Jahre angelegt werden.

Funktionsinvaliditätsversicherung

Bei dieser Versicherung, die als Multi-Risk-Police bezeichnet wird, handelt es sich um einen Sonderfall. Hier werden verschiedene Leistungen der Pflege-, Grundfähigkeits-, Unfall- und Schwere-Krankheiten-Versicherung miteinander vereinbart. Für die Zahlung der Versicherungssumme muss die eingetretene Krankheit schon sehr ausgeprägt, gravierend sein und den Arbeitnehmer auf lange Zeit aus dem Berufsleben zurückhalten. Da die Gesundheitsprüfung sehr umfangreich ist, haben Arbeitnehmer mit bereits bestehenden Grunderkrankungen meist keine Möglichkeit, diese Versicherung abzuschließen.

Grundfähigkeitsversicherung

Elementare Grundfähigkeiten werden durch diese Versicherung abgesichert. Hierbei zahlt die Versicherung, wenn im Vertrag versicherte Grundfähigkeiten eingebüßt wurden. Hierzu gehören zum Beispiel das Gehen, das Sprechen oder das Hören. Doch die Versicherung tritt erst ein, wenn die ein oder andere Grundfähigkeit für einen zwölf monatigen Zeitraum verloren wurde. Bestehen zum Beispiel nur Schwierigkeiten beim Treppen steigen, dann ist die Grundfähigkeit des Laufens nicht verloren, die Versicherung wird nicht zahlen.

Private Unfallversicherung

Vor den finanziellen Folgen eines Unfalls schützt man sich mit der privaten Unfallversicherung. Diese ist vor allem für Arbeitnehmer wichtig, die von keiner anderen Versicherung mehr aufgenommen werden, da Vorerkrankungen bestehen, die für einen Unfall unerheblich wären. Die Gesundheitsprüfung fällt hier geringer aus. Allerdings sind hier Unfälle versichert, die auszuzahlende Versicherungssumme richtet sich hierbei auch immer nach der Schwere der Verletzungen und der weiteren Beeinträchtigung. Meist sollte die private Unfallversicherung als ergänzende Versicherung zu einer der anderen Versicherungen abgeschlossen werden.

Der sicherste Abschluss ist die Berufsunfähigkeitsversicherung

Auch wenn die Kosten für die Berufsunfähigkeitsversicherung sehr viel höher sein können, als dies bei den anderen Versicherungen der Fall ist, sind dies nicht immer die passenden Alternativen. So sollte ein Arbeitnehmer als erstes versuchen, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, die alle Krankheiten und Unfälle, aus deren Gründen der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. So ist man gut abgesichert. Wer bereits Vorerkrankungen hat, oder aufgrund des Alters oder dem ausgeübten Beruf keinen bezahlbaren oder gar keinen Vertrag erhält, der sollte auf jeden Fall eine der anderen Versicherungen als Alternative abschließen, auch wenn diese nur einen Basisschutz bieten, so sind diese dennoch besser, als gar nicht versichert zu sein. Hat sich der Gesundheitszustand nach einigen Jahren zum Guten verändert, kann erneut eine Gesundheitsprüfung für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung durchgeführt werden.